„Mord auf dem Domplatz“ – Ein Vortrag als Theaterstück

24. Januar 2015

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Wir spielen wieder Theater …

Die Münsteraner sind entsetzt. Auf dem geweihten Boden des Domplatzes ist ein Mord geschehen. Das Opfer: einer der einflussreichsten und wohlhabendsten Politiker des Münsterlandes; nennen wir ihn „M“. Der Täter, so beschwören es Augenzeugen, ist kaum weniger prominent, reich und angesehen – es ist der adelige Berufssoldat „G.“, der sich seiner Verhaftung durch Flucht entzieht. Aber der Arm des Gesetzes ist lang…

Was klingt wie die Ankündigung des neuen Münster-„Tatorts“, ist in Wahrheit ein authentischer Kriminalfall aus dem frühen 17. Jahrhundert. Gemeinsam mit dem Historiker Dr. Bernd Thier vom Stadtmuseum haben die Theatermacher von Freuynde + Gaesdte aus alten Gerichtsakten, historischen Fundstücken und einer Prise künstlerischer Freiheit einen Abend konzipiert, der an der Schnittstelle zwischen wissenschaftlichem Vortrag und Dokudrama einen der spektakulärsten Kriminalprozesse in der Geschichte Münsters Revue passieren lässt. „Der Mord auf dem Domplatz“ ist ein Experiment für alle Beteiligten – nicht zuletzt für die Zuschauer, die sich aus widersprüchlichen Zeugenaussagen und einem nebulösen Urteilsspruch ein eigenes Bild des Tathergangs bilden können.

Die „historisch-szenische Kriminaluntersuchung“ war ursprünglich im Herbst 2013 eine befristete Veranstaltung vom und im Stadtmuseum Münster. Der große Erfolg bei Publikum und Presse hat eine Wiederauflage des Konzepts sinnvoll, fast schon notwendig gemacht. Wieder analysiert Dr. Thier mit Detailkenntnis und charmantem Humor die historischen Ereignisse, die in szenischen Rückblenden von den drei F+G-Ensemblemitgliedern Helge Salnikau, Zeha Schröder und Anke Winterhoff zu neuem Leben erweckt werden.

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Und was schreibt die Presse dazu?  Peter Sauer in den Westfälischen Nachrichten vom 14. September 2013:

„So viel Spannung und Lokalkolorit suchte man in den letzten „Wilsbergs“ und Münster-„Tatorten“ vergeblich. Der Zuschauer wird schließlich selbst zum Kommisar. Wo gibt es das im Fernsehen?“



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